Das Model Y bekommt einen kleinen Ableger. Noch 2025 will Tesla das nur vier Meter lange Model Q für etwa 25.000 Euro auf den Markt bringen.

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Gerüchte über ein günstiges Einstiegsmodell bei Tesla gibt es seit Jahren. Tesla-CEO Elon Musk hatte selbst auf Investoren-Konferenzen den erschwinglichen Einstieg in die Elektromobilität immer wieder in Aussicht gestellt. Doch während ein klassischer Kleinwagen unterhalb des Tesla Model 3 mittlerweile vom Tisch scheint, steht ein kleinerer Crossover-Ableger des extrem beliebten Model offenbar in den Startlöchern. Das Model Q könnte schon im ersten Halbjahr 2025 auf den Markt kommen.

Video: Der EuroNCAP-Crashtest des Tesla Model Y (2022) im Video

Knapp vier Meter lang, unterhalb von 30.000 Euro

Und diese Behauptung ist nicht etwa ein Gerücht. Sie stammt vielmehr vom Leiter der Investor-Relation-Abteilung von Tesla, Travis Axelrod. Der nämlich bestätigte die Einführung des Model Q auf einem Investoren-Treffen mit der Deutschen Bank. Der Preis für das neue Elektroauto soll demnach weniger als 30.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 28.500 Euro) betragen. Möglicherweise könne es sogar weniger als 25.000 US-Dollar (umgerechnet etwa 23.700 Euro) kosten.

Laut Global China EV ging aus dem Gespräch hervor, dass das Model Q auf der "neuesten Plattform" der Marke gebaut und unter dem Codenamen "Redwood" entwickelt wird. Dabei soll das neue Model Q rund 15 Prozent kleiner und 30 Prozent leichter werden als das aktuelle Model Y – bei einer Gesamtlänge von knapp vier Metern.

Geringer Preis durch niedrige Produktionskosten

Den günstigen Einstiegspreis des neuen Model Q will Tesla durch veränderte Produktionsanlage erreichen. Das ambitionierte Ziel: Der Bau des kleinen Crossovers soll das US-Unternehmen 50 Prozent weniger kosten als die Herstellung eines Model 3. Gigacasting und günstige Batterietechnik sind hier die wichtigsten Stichwörter.

Tatsächlich setzt Tesla beim Model Q erstmals komplett auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP). Bisherige Modelle – mit Ausnahme einiger Model-3- und Model-Y-Typen, der inzwischen wieder vom Markt genommen wurden – setzten hauptsächlich auf die leistungsstarke aber teurere NMC-Zellchemie (Nickel, Mangan, Kobalt). Die LFP-Akkus werden die Amerikaner wohl in unterschiedlichen Größen für das Model Q anbieten. Die Rede ist von einem 53-kWh-Paket und einem 75-kWh-Paket. Wie bei anderen Tesla-Modellen soll es auch beim Model Q sparsame Einzel- und kräftigere Doppelmotor-Varianten geben.

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Reichweiten von mehr als 500 Kilometern

Ein entsprechendes Long-Range-Modell des Tesla Model Q dürfte dann im WLTP-Zyklus locker die 500-Kilometer-Marke für die Reichweite knacken. Dass Tesla das Model Q möglichst schnell auf den Markt bringen möchte, dürfte an den hohen selbst gesteckten Zielen liegen. Im Jahr 2025 soll das Wachstum beim Fahrzeugabsatz 25 bis 30 Prozent betragen.  © auto motor und sport