Volvo Cars hat überraschend den bisherigen CEO Jim Rowan abberufen und bringt Håkan Samuelsson zurück an die Unternehmensspitze. Was steckt dahinter?
Der Verwaltungsrat von Volvo Cars hat Hakan Samuelsson erneut zum Präsidenten und CEO des Unternehmens ernannt. Er folgt auf Jim Rowan, der das Unternehmen zum 31. März 2025 verlassen hat. Das gab Volvo Cars in einer offiziellen Pressemitteilung am Montag bekannt.
Hakan Samuelsson war von 2012 bis 2022 CEO von Volvo Cars. In seiner Amtszeit leitete er die Transformation des Unternehmens hin zur Elektromobilität ein, verantwortete die Einführung vollelektrischer Modelle sowie den Börsengang der Elektromarke Polestar. Davor war er unter anderem CEO des Nutzfahrzeugherstellers MAN. Jim Rowan trat im März 2022 die Nachfolge Samuelssons an. Er kam aus der Elektronikbranche, unter anderem von Dyson und Blackberry, und sollte insbesondere die Software-Kompetenz des Unternehmens ausbauen. Unter seiner Führung wurde die neue E-Auto-Plattform SPA2 vorangetrieben und das erste Modell der neuen Elektro-Generation, der EX90, präsentiert.
Der Wechsel sei Teil einer strategischen Phase
Laut Unternehmensangaben ist der Wechsel Teil der nächsten strategischen Phase von Volvo. Der Verwaltungsrat sehe in Samuelsson die geeignete Führungspersönlichkeit, um das Unternehmen durch eine Phase "rapider Transformation" zu führen. Jim Rowan habe wichtige Grundlagen gelegt, etwa im Bereich der Softwareentwicklung und Elektrifizierung. Nun liege der Fokus auf dem operativen Wachstum und der globalen Skalierung.
Im Gespräch mit dem Fachportal Electrive.net erklärte ein Volvo-Sprecher: "Mit Hakan Samuelsson kehrt eine vertraute und erfahrene Führungspersönlichkeit zurück, um unsere ehrgeizigen Wachstumsziele weiter voranzutreiben". Bisher gibt es noch keine weiteren Aussagen zu künftigen strategischen Anpassungen.

Volvo Cars plant, bis 2030 ein vollelektrisches Unternehmen zu werden. Der Führungswechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem sich das Unternehmen in einem intensiven Wettbewerbsumfeld befindet. Samuelssons Rückkehr dürfte darauf abzielen, die angestoßenen Veränderungen zu konsolidieren und gleichzeitig neue Impulse für das Wachstum zu setzen. © auto motor und sport