RM Sotheby's versteigert Ende April eine Sammlung seltener Mercedes. Das älteste Modell ist von 1969, das jüngste Baujahr 2018.

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Während einer Online-Auktion versteigert RM Sotheby's vom 23. bis 28. April 2025 zwei Dutzend Sammlerautos aus Europa und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Aus Dubai kommt während dieser Versteigerung eine kleine und voraussichtlich teure Mercedes-Sammlung unter den Hammer.

Mercedes-Sondermodelle und Kleinserien

Unter dem Titel "The Mirage Collection" hat das Auktionshaus sieben Mercedes-Modelle zusammengefasst, die zwischen 1969 und 2018 gebaut wurden. Bis auf zwei Ausnahmen – ein Cabrio der Baureihe W111 und eine Pagode – handelt es sich um Sondermodelle.

Richtige Raritäten, gegen die ein 280 SE Cabriolet oder ein 280 SL wie Massenware wirkt. Dabei hat Mercedes von 1968 bis 1971 gerade mal 1.390 Exemplare des 280 SE Cabriolets gebaut. Vom 280 SL entstanden fast zeitgleich 23.885 Modelle. Je eine Pagode und ein 111er-Cabriolet der Baujahre 1969 und 1971 sind die ältesten Fahrzeuge der Sammlung. Den SL schätzt RM Sotheby's auf 80.000 bis 120.000 US-Dollar (75.000 bis 110.000 Euro), den W111 auf 175.000 bis 250.000 US-Dollar (160.000 bis 230.000 Euro).

500E Limited und 190E Evo 2

Das gleiche Geld wie die Pagode soll ein Mercedes 500E kosten. Der metallicschwarze Viertürer ist eines von 500 Exemplaren der 1994 aufgelegten Limited Edition und mit grauen Ledersitzen in Airbrush-Optik sowie schwarzem Vogelaugenahorn zeitgenössisch ausgestattet. Typisch für den Limited sin die 17-Zoll-Evolution-Räder im Fünfsterndesign.

Ein wilder Vogel aus der Mercedes-Historie ist der 190E Evolution II. Das 502-mal gebaute Homologationsmodell für das DTM-Auto hat einen Vierventil-Vierzylinder mit 235 PS unter der Haube und einen spektakulären Flügel auf dem Heckdeckel. Die Karosserie in 199 Blauschwarz-Metallic duckt sich tief über die 17-Zoll-Räder. Ein Sammlerauto, das 280.000 bis 320.000 US-Dollar (255.000 bis 295.000 Euro) kosten soll.

G65 mit V12-Biturbo

Für praktisch das gleiche Geld gäbe es aus derselben Kollektion auch einen G65 mit Biturbo-12-Zylindermotor. Das Exemplar aus der "Final Edition" soll 250.000 bis 300.000 US-Dollar (230.000 bis 275.000 Euro) kosten. Es ist einer von 65 G65, die 2018 aus den Hallen in Graz rollten. Das Sondermodell zum Produktionsende der klassischen G-Baureihe erschein 2018 und kostete damals 310.233 Euro.

Aus einer ganz anderen Liga stammen die beiden teuersten und stärksten Modelle der "Mirage Collection": Zum Verkauf stehen ein SLR McLaren 722 Edition von 2007 und ein CLK DTM AMG Cabriolet von 2006.

SLR und CLK DTM Cabriolet

Der von Mercedes in Zusammenarbeit mit McLaren entwickelte SLR schaut mit seiner langen Haube, der Formel-1-Nase und den Sidepipes spektakulär aus. Der 5,4-Liter-V8-Kompressormotor ist hinter der Vorderachse eingebaut, was die lange Haube erklärt. Allerdings ist der Sportwagen wohl nicht ganz ohne: "Der größte Schrott, den ich je auf der Nordschleife gefahren habe", sagt Sabine Schmitz über den SLR McLaren Edition 722. Das Fahrwerk sei unausgewogen und das Auto deshalb schwer einzuschätzen, erklärte die Rennfahrerin 2020 im Podcast "Alte Schule". Der SLR soll 600.000 bis 700.000 US-Dollar (550.000 bis 650.000 Euro) kosten.

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Vom CLK DTM Cabriolet baute HWA nur 80 Stück. Es dürfte nur wenige offene Viersitzer geben, die näher am Rennwagen sind. Ein V8-Kompressormotor beschleunigt die Fuhre bei Bedarf auf 300 km/h, ein Carbon-Heckflügel sorgt dafür, dass die Hinterachse auch bei dieser Geschwindigkeit Grip hat. Schalensitze und ein Lenkrad mit kleinerem Durchmesser machen deutlich, dass dieses Cabrio neben Eisdielen-Cruising auch die Suche nach Rundenzeiten beherrscht. Den Preis für den CLSK DTM schätzt RM Sotheby's auf 500.000 bis 600.000 US-Dollar (460.000 bis 550.000 Euro).  © auto motor und sport