Tesla plant in Los Angeles ein Restaurant, das Essen und Supercharger miteinander vereint. Doch trotz fortgeschrittener Bauarbeiten hat Elon Musk unerwartete Schwierigkeiten.
Tesla-Chef
Der Bau des Restaurants, das auf dem Santa Monica Boulevard in Los Angeles entsteht, soll laut Musk eine Mischung aus Fast-Food-Restaurant und futuristischem Supercharger-Standort darstellen. Auf einer Fläche von rund 2.000 Quadratmetern wird es nicht nur ein gastronomisches Angebot geben, sondern auch riesige Leinwände, die während der Ladezeiten kurze Filme zeigen. So können Tesla-Fahrer während ihres Aufenthalts nicht nur ihr Auto aufladen, sondern auch das ein oder andere Filmhighlight genießen – alles in einer modernen, von Teslas Innovationsgeist geprägten Umgebung.
Doch trotz dieser innovativen Vision bleibt die Eröffnung des Restaurants in der Schwebe, da Musk auf ein größeres Problem stößt: Niemand möchte für das Restaurant kochen. In den vergangenen Monaten betonten mehrere Gastronomen, dass sie das Angebot abgelehnt haben.
Warum Tesla Schwierigkeiten hat, Köche zu finden
Die Gründe für die Ablehnung sind vielfältig und gehen über die üblichen Herausforderungen der Gastronomie hinaus. Der wichtigste Faktor ist der Ruf von Elon Musk selbst. In der Vergangenheit hat Musk zunehmend politische Aufmerksamkeit erregt und polarisiert. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Wahrnehmung seines Unternehmens Tesla, sondern trägt nun dazu bei, dass sich keine Köche für das neue Restaurant finden.
Einige Köche, insbesondere in der Umgebung von Los Angeles, befürchten, dass eine Zusammenarbeit mit Tesla und Musk negative Auswirkungen auf ihre eigene Karriere und ihr Image haben könnte. Sie möchten sich nicht mit der politischen Polarisierung oder den negativen Reaktionen in der Öffentlichkeit in Verbindung bringen. So gaben beispielsweise die Inhaberinnen der Restaurantgruppe Lucques in Los Angeles an, dass sie das Angebot aus wirtschaftlichen Gründen abgelehnt haben, wie das Magazin Chip berichtet.
Der Ruf von Musk und Tesla hat nicht nur Auswirkungen auf die Suche nach Köchen. Auch Tesla-Besitzer haben zunehmend mit Anfeindungen zu kämpfen, und es gab Berichte über Vandalismus bei Tesla-Stores in den USA. Diese negative Wahrnehmung zieht sich also durch die gesamte Marke und betrifft auch potenzielle Mitarbeiter im gastronomischen Bereich.
Musk bleibt optimistisch

Trotz dieser Rückschläge bleibt Musk optimistisch und sucht weiterhin nach Lösungen. Berichten zufolge hat er mit dem Restaurantentwickler Eric Greenspan zusammengearbeitet, der unter anderem für Delivery-only-Restaurants bekannt ist. Musk und Tesla scheinen entschlossen, das Projekt voranzutreiben – es bleibt jedoch abzuwarten, wie sich die Situation um die Köche weiterentwickeln wird. Die nächsten Monate dürften zeigen, ob es Tesla gelingt, das Projekt erfolgreich abzuschließen und dabei eine ausgewogene Lösung für das Küchenpersonal zu finden. © auto motor und sport