"Liebe Debbie, ich bekomme beim Laufen immer einen knallroten Kopf, egal ob ich schnell oder langsam unterwegs war. Ist das ein schlechtes Zeichen? Mache ich beim Laufen etwas falsch?" Bogdan

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Lieber Bogdan! Ein roter Kopf beim Laufen ist in den allermeisten Fällen etwas völlig Unproblematisches. Wenn wir uns anstrengen, weiten sich die Gefäße unter der Haut, damit wir überschüssige Wärme abgeben können. Besonders bei blassen Hauttypen und an Körperpartien mit dünnen Hautschichten, wie es zum Beispiel im Gesicht der Fall ist, kann man die rote Färbung durch die stärkere Durchblutung dann sehen. Bei manchen von uns ist diese Gefäßweitstellung zudem ausgeprägter als bei anderen. Das liegt zum einen an der individuellen Zusammensetzung der Haut und zum anderen an einer unterschiedlichen Ausschüttung von Signalmolekülen, die für eine zusätzliche Weitstellung der Gefäße sorgen können (zum Beispiel Histamin).

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Gute Nachrichten für Sportler mit rotem Gesicht: Es gibt Studien, die zeigen, dass Ausdauersportlerinnen und -sportler bei Belastung sogar einen größeren und früheren Blutfluss in ihrer Haut erfahren als unsportliche Menschen. Also kann ein schnelles Erröten beim Sport sogar ein Zeichen für einen guten Trainingszustand sein. Ob dein Training zielführend ist, erkennst du nicht an deiner Gesichtsfarbe, sondern an valideren Parametern wie zum Beispiel deinem subjektiven Anstrengungsempfinden oder deiner Herzfrequenz.  © Runner’s World