Zwei Linienbusse kollidieren in Saarbrücken, es kommt zu einem Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften. Unter den Verletzten sind auch Kinder.

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Bei dem Zusammenstoß zweier Busse in Saarbrücken sind nach aktuellen Zahlen der Polizei mindestens 33 Menschen verletzt worden, neun davon schwer. Lebensgefahr bestehe zurzeit bei niemandem.

28 Menschen seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, sie seien im Alter zwischen drei und 80 Jahren. Zum Zeitpunkt des Unfalls befanden sich laut Polizei 41 Menschen in den beiden Fahrzeugen. Auch beide Busfahrer wurden verletzt.

Laut einem Polizeisprecher wurden auch zwölf Kinder einer Kindergartengruppe in Krankenhäuser gebracht. Wie schwer sie verletzt wurden, ist noch unklar. Weshalb es gegen 9:08 Uhr zu dem Unfall kam, ist ebenfalls noch nicht bekannt.

Wie das Portal "sr.de" berichtet, war die Kindergartengruppe auf dem Weg zu einem Besuch der neuen Polizeidienststelle, als das Unglück geschah. Der saarländische Innenminister Reinhold Jost (SPD) habe sich vor Ort ein Bild der Lage gemacht. Dem Portal sagte er, der Unfall sei mit Blick auf die Verletzten noch glimpflich verlaufen.

Unfall Saarland
Polizisten untersuchen den Unfallort. © picture alliance/dpa/Oliver Dietze

Busfahrer schwer verletzt

Auch Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt war vor Ort und dankte den Rettungs- und Einsatzkräften für ihre Arbeit. "Meine Gedanken sind bei den Verletzten und ihren Familien", sagte er laut einer Mitteilung. "Ich wünsche allen eine schnelle und vollständige Genesung."

Die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) sagte: "Den Verletzten wünsche ich schnelle und hoffentlich vollständige Genesung. Auch den Unverletzten – insbesondere den Kindern – möge der Schock schnell wieder vergehen."

Der Geschäftsführer der Saarbahn GmbH bestätigte, dass beide Busfahrer verletzt wurden. Einer von ihnen sei schwer verletzt worden, sagte er. Beide seien im Auftrag des städtischen Unternehmens unterwegs gewesen. Der Geschäftsführer schätzt den entstandenen materiellen Schaden auf bis zu 600.000 Euro.

Es seien baugleiche Modelle gewesen, die ineinander gefahren seien. Die Busse hätten sich genau gegenübergestanden, sagte ein Polizeisprecher.

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Es handelt sich laut Polizei um baugleiche Busmodelle. © picture alliance/dpa/Oliver Dietze

Unglück nahe Saarbasar

Der Unfall ereignete sich in einem äußeren Stadtteil der Landeshauptstadt des Saarlandes. Die Busse stießen laut Polizei auf der Breslauer Straße in der Nähe des Einkaufszentrums Saarbasar zusammen.

Nach Angaben eines dpa-Fotografen vor Ort standen die beiden Linienbusse nach dem Unfall mitten auf der Kreuzung. Die Frontscheiben beider Fahrzeuge waren demnach stark beschädigt und die Busse deformiert. Scherben und Fahrzeugteile lagen auf der Straße verteilt.

Die Unfallstelle war mit Flatterband abgesperrt. Ein Rettungshubschrauber war zeitweise ebenfalls vor Ort. Auch eine Drohne schwebte am Vormittag über dem Unglücksort. Laut dpa-Fotografen kamen auch zwei Sattelschlepper zur Unfallstelle, um die beschädigten Busse abzuschleppen. Nach Angaben eines Polizeisprechers war auch ein Gutachter vor Ort.

Während des Einsatzes wurde die Breslauer Straße zwischen Kaiserstraße und Graf-Stauffenberg-Straße gesperrt. "Die Sperrung wird voraussichtlich auch noch eine geraume Zeit dauern", sagte ein Polizeisprecher laut "Saarbrücker Zeitung" am Montagvormittag. (dpa/bearbeitet von mbo und phs)

Verwendete Quellen

Teaserbild: © Oliver Dietze/dpa