Frankfurt - Bei Tätowierungen liegen aktuell neben sehr realistischen Darstellungen in schwarz-grauer Optik besonders sogenannte "Fine Line Tattoos" im Trend.
Das erklärt der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes Tattoo, Urban Slamal, anlässlich der internationalen Tattoo-Convention "Gods of Ink" ("Götter der Tinte") in Frankfurt.
"Fine Line Tattoos" sind grafisch eher reduzierte Motive mit dünnen Linien, die mit feinen Nadeln gestochen werden. Bei den Realistik-Tätowierungen geht es dagegen um Detailtreue, als Referenz dient oft ein Foto.
Wer sich sein erstes Tattoo stechen lassen will, sollte sich nach dem Rat des Experten Slamal zuerst über die gewünschte Stilrichtung klar werden. "Denn nicht jeder Tätowierer sticht jede Stilrichtung gleich gut", gibt er zu Bedenken. Steht der Stil der künftigen Tätowierung fest, sollte man den gewünschten Künstler oder die gewünschte Künstlerin aussuchen.
"Und das würde ich völlig unabhängig davon tun, wo diese Person ihr Studio hat, wie lange man möglicherweise auf einen Termin warten muss und was mich das im Ergebnis letzten Endes kostet", sagt Slamal. "Denn das sind die drei Faktoren, die meines Erachtens am wenigsten wichtig sein sollten, wenn ich eine schöne Tätowierung haben will." Viele Leute beschäftigten sich mehr mit der Auswahl ihres nächsten Mobiltelefons als mit der Frage, von wem sie sich welches Motiv tätowieren lassen.
Die internationale Tattoo-Szene trifft sich seit Freitag in Frankfurt. Zur Tattoo-Convention "Gods of Ink" ("Götter der Tinte") seien rund 400 internationale Tätowierer eingeladen, wie die Veranstalter mitteilten. Sie zeigen in einer Messehalle ihr Können live auf der Haut und begleitet von Foto- und Kunstausstellungen, Live-Performances und Wettbewerben. Erwartet werden rund 10.000 Besuchern an drei Tagen. © Deutsche Presse-Agentur