Zum nächtlichen Einsatz wurde die Löschgruppe Ranzel der Freiwilligen Feuerwehr Niederkassel am Sonntag kurz nach Mitternacht auf die Kreisstraße 22, die Wahner Straße alarmiert.

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Eine Autofahrerin hatte dort in der Nähe der Ortslage Weilerhof einen Schwan beobachtet, der immer wieder auf die Straße torkelte. Das Tier war offensichtlich verletzt. Vermutlich kam es vom nahe gelegenen Naturschutzgebiet Weilerhofer See.

Der große, weiße Vogel gefährdete dabei nicht nur selbst, sondern auch vorbeifahrende Autos. Die Wehrleute sperrten zunächst die Wahner Straße auf eine Spur, auf der anderen hatte sich der Schwan inzwischen niedergelassen. Er hatte sichtbare Wunden unter einem Flügel, am Rücken und am Hinterteil. Einsatzkräfte vor Ort sagten, dass die mit großer Wahrscheinlichkeit nicht von einem Unfall stammten, sondern vermutlich Bisse von einem anderen Tier seien.

Die Löschgruppe Mondorf rückte nach, sie verfügt über spezielle Tierrettungsausrüstung. Sie traf kurz darauf ein, die K 22 wurde nun komplett gesperrt. Die Kräfte bauten eine Transportbox zusammen, die sie in die Nähe des Schwanes stellten. Dann näherten sich zwei Feuerwehrleute dem Tier behutsam von der Seite und hinten. Sie warfen ihm eine Decke über und packten den Vogel am Hals, was er mit lautem Zischen und Gegenwehr quittierte. Weitere Feuerwehrmänner packten mit an.

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Schließlich konnten sie ihn vorsichtig in die Box schieben. Die Ehrenamtler fuhren ihn anschließend nach Bad Honnef zur Wildtierstation Retscheider Hof, wo man schon auf ihre Ankunft wartete. Die Sperrung konnte nach kurzer Zeit wieder aufgehoben werden. Wegen der späten Stunde kam es zu nur geringen Behinderungen, Autofahrer wichen auf andere Strecken aus.  © Kölner Stadt-Anzeiger