Erstmals seit 2004 fehlt der Name Cristiano Ronaldo auf der Liste der nominierten Fußballer für die Ballon d'Or-Wahl des Besten der Welt. Dafür sind zwei deutsche Nationalspieler im Kreis der Erlesenen mit dabei - und zwei Nationalspielerinnen.

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Jeweils zwei deutsche Nationalspielerinnen und Nationalspieler stehen auf der Nominierungsliste für den Ballon d'Or. Auf den Goldenen Ball dürfen bei den Männern Ilkay Gündogan vom FC Barcelona und Jamal Musiala vom FC Bayern hoffen, bei den Frauen schafften es Alexandra Popp und Lena Oberdorf vom VfL Wolfsburg auf die Shortlist.

Die jeweils 30 nominierten Männer und Frauen wurden von der französischen Fachzeitung "France Football", die die Auszeichnung vergibt, bekannt gegeben. Dazu gehören auch der argentinische Fußball-Weltmeister Lionel Messi, Stürmerstar Erling Haaland aus Norwegen, Robert Lewandowski und Harry Kane.

Der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo fehlt nach seinem Wechsel zum saudischen Klub Al-Nassr - nach Angaben der Zeitung "L'Équipe" ist der 38-Jährige erstmals seit 2004 nicht unter den Nominierten, was einer Ohrfeige gleichkommt.

Ronaldo hat den begehrten Goldenen Ball in den Jahren 2008, 2013, 2014, 2016 und 2017 gewonnen, sich aber Anfang des Jahres in eine zwar finanzstarke, aber sportlich noch stark entwicklungsfähige Liga verabschiedet. Davor hatte Ronaldo fast 20 Jahre lang in drei der besten Ligen der Welt die Fans begeistert: in der englischen Premier League, in der spanischen La Liga und in der italienischen Serie A.

Gesucht wird ein Nachfolger für Karim Benzema

Die Ballon d'Or-Auszeichnungen werden bei einer Zeremonie am 30. Oktober im Théâtre du Châtelet in Paris übergeben. Im Jahr 2022 hatte der erneut nominierte Karim Benzema den Ballon d'Or bei den Männern erhalten, nachdem er großen Anteil am Champions-League-Sieg von Real Madrid hatte. Der Franzose wechselte in diesem Sommer zu Al-Ittihad nach Saudi-Arabien.

Der Ballon d'Or ist kein Ersatz für die Weltfußballer-Wahl. Diese Wahl wird weiterhin vom Weltverband Fifa veranstaltet. Von 2010 bis 2015 wurde der Weltfußballer durch eine Kooperation der Fifa und "France Football" mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet. Wie schon im Jahr 2022 wird nicht die Leistung eines Kalenderjahres bedacht, sondern die Auftritte in der abgelaufenen Spielzeit 2022/2023 sind entscheidend.

Die 30 Nominierten bei den Männern (in alphabetischer Reihenfolge):

Die 30 Nominierten bei den Frauen (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Aitana Bonmati (Spanien/FC Barcelona)
  • Millie Bright (England/Chelsea London)
  • Linda Caicedo (Kolumbien/Real Madrid)
  • Olga Carmona (Spanien/Real Madrid)
  • Rachel Daly (England/Aston Villa)
  • Debinha (Brasilien/Kansas City)
  • Kadidiatou Diani (Frankreich/Olympique Lyon)
  • Mary Earps (England/Manchester United)
  • Patricia Guijarro (Spanien/FC Barcelona)
  • Yui Hasegawa (Japan/Manchester City)
  • Amanda Ilestedt (Schweden/Arsenal London)
  • Sam Kerr (Australien/Chelsea London)
  • Mapi Leon (Spanien/FC Barcelona)
  • Katie McCabe (Irland/Arsenal London)
  • Hinata Miyazawa (Japan/MyNavi Sendai)
  • Lena Oberdorf (Deutschland/VfL Wolfsburg)
  • Ewa Pajor (Polen/VfL Wolfsburg)
  • Salma Paralluelo (Spanien/FC Barcelona)
  • Alexandra Popp (Deutschland/VfL Wolfsburg)
  • Hayley Raso (Australien/Real Madrid)
  • Alba Redondo (Spanien/UD Levante)
  • Guro Reiten (Norwegen/Chelsea London)
  • Wendie Renard (Frankreich/Olympique Lyon)
  • Fridolina Rolfö (Schweden/FC Barcelona)
  • Jill Roord (Niederlande/Manchester City)
  • Khadija Shaw (Jamaika/Manchester City)
  • Sophia Smith (USA/Thorns de Portland)
  • Georgia Stanway (England/Bayern München)
  • Daphne van Domselaar (Niederlande/Aston Villa)

(dpa/hau)

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