An seine Zeit im Gefängnis dürfte der ehemalige Bayern-Präsident Uli Hoeneß nur wenig gute Erinnerung haben. Doch an den Besuch seines Freundes Ottmar Hitzfeld denkt er gern zurück.

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Uli Hoeneß hat an ein besonderes Treffen mit dem ehemaligen Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld im Gefängnis in Landsberg am Lech erinnert. Beim ungewöhnlichen Wiedersehen gab es Schokolade. Wie der 2014 wegen Steuerhinterziehung inhaftierte einstige Präsident des FC Bayern München in einem Podcast der "Ruhr Nachrichten" verriet, war Hitzfeld damals einer seiner ersten Besucher.

Demnach war der einstige Münchner Coach sogar am Vorabend nach Landsberg angereist, um die Besuchszeit nicht zu verpassen. "Das ist typisch Ottmar Hitzfeld. Ich würde das nie machen, ich wäre halt um sechs Uhr aufgestanden und wäre vielleicht zu spät gekommen. Aber nein, Ottmar hat dort übernachtet, um ja pünktlich am Gefängnistor zu sein", sagte Hoeneß.

Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech
Ein Schild mit der Aufschrift "Anstaltsgelände! Betreten für Unbefugte verboten!" steht vor der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech am 02.06.2014. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Hitzfeld bringt Hoeneß zwei Euro mit

Eigentlich habe Hitzfeld Wein spendieren wollen, was jedoch verboten war. Laut Hoeneß konnten die Besucher stattdessen "zwei Euro mitbringen und dann kann man sich Schokolade kaufen". Diese ließen sich beide gemeinsam schmecken.

Für Hitzfeld war der Besuch bei seinem Freund im Gefängnis Ehrensache: "Wenn es jemandem schlecht geht, dann muss man ihm noch mehr Aufmerksamkeit geben, wenn die ganze Fußballwelt über ihn schimpft. Wenn ein Freund an den Pranger gestellt wird, dann muss man ihm auch Unterstützung geben."

In dem Podcast "Hitzfeld – wie aus dem BVB ein Weltverein wurde", erinnert die Dortmunder Zeitung an die Verdienste des Fußball-Lehrers. (dpa/lh)

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