Markus Eisenbichler hat sich beim Neujahrsspringen der Vierschanzentournee bis auf Rang zwei gekämpft. Der frühere Gesamtsieger Peter Prevc hingegen trat, ebenso wie Severin Freund, frühzeitig die Heimreise an.
Markus Eisenbichler legte die Hände aneinander und verneigte sich lächelnd vor Überflieger
"Ich bin mega happy", sagte
Auf Rang eins fehlte etwa ein Meter. In der Gesamtwertung läuft nun alles auf einen Zweikampf des 27-jährigen Siegsdorfers mit dem fünf Jahre jüngeren Japaner hinaus.
Gute Ausgangsposition für kommende Springen
"Das ist eine tolle Ausgangsposition", sagte Bundestrainer Werner Schuster in der ARD. Eisenbichler, der als Vorletzter am Dienstag von der Schanze gesprungen war, wurde bereits vor Kobayashis entscheidendem Versuch von seinen euphorischen Teamkollegen geherzt und gefeiert.
Dass es zum zweiten Mal knapp nicht zum Sieg reichte, ärgerte "Eisei" nur kurz. Natürlich habe er gehofft, "dass es reicht für den ersten Sieg in einem Weltcup", sagte er, betonte aber sogleich: "Das genieße ich. Das erlebt man nicht alle Tage, dass man auf dem Podest steht."
Vor 21.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion an der Großen Olympiaschanze stellte Eisenbichler seine Ausnahmeform wie schon bei seinem zweiten Platz am Sonntag in Oberstdorf mit Macht unter Beweis. "Vor allem der erste Sprung war erste Sahne", lobte Schuster.
Sein derzeitiger Musterschüler, der in der Vergangenheit seine oft starken Trainingsleistungen nicht in den Wettkampf übertragen konnte, hat ein konstant hohes Niveau erreicht. Bei der Tournee wirkt er befreit und voll fokussiert. Vor seinem letzten Sprung in Garmisch klopfte er sich immer wieder mit Wucht auf die Brust, stimmte sich auf den entscheidenden Versuch ein.
"Er hat über Monate das Trainingsniveau mitbestimmt", erklärte Schuster. "Jeder gelungene Sprung gibt ihm mehr Selbstvertrauen." Schon Eisenbichlers sechsten Platz bei der Tournee-Generalprobe in Engelberg hatte Schuster als "Knotenlöser" bezeichnet.
Von den zwölf für die K.o.-Duelle qualifizierten DSV-Springern erreichten sechs in Garmisch den zweiten Durchgang und holten damit Weltcup-Punkte. Als zweitbester DSV-Adler wurde
Aus für Wellinger und Freund
Weil er des tollen Sprunges jedoch keinen weiteren Top-Versuch folgen lassen konnte, war er nur der fünftbeste Deutsche. David Siegel belegte Rang 17, Karl Geiger kam auf Platz 19 und
Während vor allen Eisenbichler und auch Leyhe überzeugten, wirkt Olympiasieger
Für
Debakel für Kraft
Ein überraschendes Debakel erlebte der Österreicher Stefan Kraft. Der Dritte des Auftaktspringens schied nach einem völlig misslungenen Sprung bereits nach dem ersten Durchgang aus - ein herber Rückschlag für das österreichische Team vor der zweiten Tournee-Hälfte in der Heimat.
Nach einem Ruhetag geht es am Donnerstag um 14.00 Uhr mit der Qualifikation am Bergisel in Innsbruck weiter (ARD und Eurosport).
Prevec beendet Tour vorzeitig
Der frühere Gesamtsieger
Prevc hatte vor drei Jahren drei von vier Springen gewonnen und so auch den Tournee-Gesamterfolg eingefahren. Auch sein jüngerer Bruder Domen Prevc, der sogar bei beiden Springen die Qualifikation verpasst hatte, soll die Stationen in Österreich nicht mehr mitmachen. © dpa
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